Beamer-Leinwand Kaufberatung: So wÀhlen Sie das richtige Produkt
- Das Wichtigste in KĂŒrze
- Eine Beamer-Leinwand ist eine besonders ebene ProjektionsflÀche.
- LeinwĂ€nde bieten gröĂere BildflĂ€chen als Fernseher.
- Rollo-LeinwÀnde können unauffÀllig im Wohnzimmer installiert werden.
- Die Projektion funktioniert am besten in einem dunklen Raum.

Die Beamer-Leinwand â Kino-Feeling fĂŒr zu Hause
Einst galt ein Heimkino als absoluter Luxus, doch dank des technologischen Fortschritts ist der eigene kleine Kinosaal in den letzten Jahren auch fĂŒr Normalverdiener erschwinglich geworden. Moderne Beamer und LeinwĂ€nde sorgen dafĂŒr, dass zu Hause ein authentisches Kino-Feeling aufkommt. Im Vergleich zum klassischen Kinobesuch bietet das Heimkino einige Vorteile: Kosten fĂŒr Tickets und teure Snacks entfallen und das Programm ist frei nach den eigenen WĂŒnschen gestaltbar. Das Setup kann zudem fĂŒr Videospiele, PrĂ€sentationen oder Diashows genutzt werden.
Um bei einer Projektion die bestmögliche QualitĂ€t zu erreichen, ist nicht nur die QualitĂ€t des Projektors, sondern auch die der ProjektionsflĂ€che ausschlaggebend. Auf einer schlechten OberflĂ€che bildet selbst ein sehr guter Beamer kein zufriedenstellendes Bild ab. Eine Beamer-Leinwand hat eine besonders feine OberflĂ€chenstruktur. Durch diese wirft sie das projizierte Licht ohne qualitĂ€tsmindernde Streuung zurĂŒck. Eine weiĂe Tapete oder eine gestrichene Wand halten mit der BildqualitĂ€t, die auf einer Beamer-Leinwand erreicht wird, nicht mit. Bekannte Hersteller von Beamer-LeinwĂ€nden sind Celexon, Ivolum, eSmart und Jago.

Warum reicht eine Tapete oder gestrichene Wand nicht aus?
Wer ein Heimkino einrichten möchte, hat wahrscheinlich bereits eine groĂe, freie WandflĂ€che. Deshalb liegt die Idee nah, deshalb die Kosten fĂŒr eine Leinwand zu sparen und das Bild direkt auf die Wand zu projizieren. Die in vielen InnenrĂ€umen ĂŒbliche Raufasertapete ist fĂŒr diesen Zweck allerdings völlig ungeeignet, denn ihre OberflĂ€chenstruktur ist viel zu grob. Auch eine glatte Tapete liefert kein ideales Bild. Moderne Beamer benötigen eine sehr feine ProjektionsoberflĂ€che, damit keine Details im Bild verloren gehen. Hinzu kommt, dass die fĂŒr RĂ€ume verwendete weiĂe Farbe immer etwas gelbstichig ist, wodurch die Farbdarstellung verĂ€ndert wird. Unter dem Strich ist die Projektion auf eine Tapete also keine Alternative zur Beamer-Leinwand, weil so immer BildqualitĂ€t verloren geht.
Wer keine Leinwand nutzen möchte, kann eine Wand fein und eben verputzen, was jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Beim Streichen der Wand mit Reinweià oder speziellen, kostspieligen Projektionsfarben entstehen mitunter Streifen und BlÀschen, die das Bild beeintrÀchtigen. Eine Beamer-Leinwand bleibt also die beste und einfachste Option, um zu Hause ein Bild ohne QualitÀtsverlust zu projizieren.
Worauf Sie bei der Wahl einer Leinwand achten sollten
Ăberlegen Sie sich vor dem Kauf einer Leinwand, wo und wie sie zum Einsatz kommen soll. Wenn die Leinwand fest installiert wird, muss sie sowohl auf die GröĂe des Raumes als auch auf den Standort des Beamers abgestimmt werden. Je nach den rĂ€umlichen Gegebenheiten bietet sich eine ausziehbare Leinwand oder eine gespannte Rahmenleinwand an. Mit einer mobilen Leinwand sind Sie freier, ihr Setup zu verĂ€ndern und neu abzustimmen. Es lohnt sich, Zeit in den richtigen Aufbau zu investieren. Dann liefert das Zusammenspiel von Projektor und Leinwand fĂŒr Jahre das gewĂŒnschte Ergebnis. Reflektionen wie auf einem Bildschirm, aufgehellte Bilder und schwache Kontraste gehören somit der Vergangenheit an.
Mobile LeinwÀnde
Mobile LeinwĂ€nde oder Stativ-LeinwĂ€nde sind vor allem fĂŒr jemanden sinnvoll, der regelmĂ€Ăig PrĂ€sentationen an verschiedenen Orten hĂ€lt. Sie sind praktisch fĂŒr das Meeting im BĂŒro, falls im Besprechungsraum keine fest installierte Leinwand vorhanden ist. Eine mobile Leinwand kann einfach auf- und wieder abgebaut werden, wenn die PrĂ€sentation vorĂŒber ist. Die FlexibilitĂ€t des Produkts schrĂ€nkt allerdings GröĂe und Materialwahl ein.
Um Gewicht zu sparen, bieten die meisten Modelle nur eine Bildbreite von etwa 1,5 Metern. Die optimale GröĂe fĂŒr ein Heimkino betrĂ€gt jedoch zwei Meter und mehr. Aus demselben Grund ist oft auch die Mechanik einfach gehalten, was zwar einen schnellen Aufbau, aber keine komplett glatte Leinwand garantiert. Hinzu kommt, dass durch die dĂŒnnen TĂŒcher ein Lichtverlust entstehen kann. FĂŒr PrĂ€sentationen im BĂŒro, in der UniversitĂ€t oder auf einer Messe sind mobile LeinwĂ€nde also gut geeignet. Ebenso ist jeder, der hĂ€ufig umzieht oder eine ProjektionsflĂ€che fĂŒr eine Gartenparty sucht, mit einer mobilen Leinwand gut beraten. Ein richtiges Heimkinoerlebnis stellt sich damit aber weniger ein.
Vorteile
- Nutzung an verschiedenen Orten möglich
- Schnell aufgebaut
- GĂŒnstige Anschaffung
- Höhenverstellbar
Nachteile
- Geringe BildgröĂe
- Keine komplett ebene BildflÀche
- Viele VerschleiĂteile
StationÀre LeinwÀnde
Eine stationĂ€re Leinwand ist fest an ihrem Platz installiert. Aus ebendiesem Grund muss sie perfekt an den Raum angepasst sein, in dem sie sich befindet. FĂŒr einen kleineren Raum, in dem die Zuschauer nicht allzu weit von der Leinwand entfernt sitzen, empfiehlt sich zum Beispiel eine entsprechend kleinere Leinwand. Ein Sitzabstand von mindestens einfacher Bildbreite ist ratsam. Weiterhin sind die stationĂ€ren LeinwĂ€nde entweder auf einen Rahmen gespannt oder ausfahrbar. Das spielt vor allem fĂŒr Aspekte der Wohnlichkeit eine Rolle, denn eine Rahmenleinwand lĂ€sst sich nicht verbergen.
Rollo-Leinwand
Eine Rollo-Leinwand wird an der Wand oder an der Zimmerdecke montiert. Die im Vergleich preisgĂŒnstige mechanische Leinwand wird einfach mit der Hand heruntergezogen und an der gewĂŒnschten Stelle arretiert. Von Vorteil ist, dass bei Nichtgebrauch nur ein schmaler Rollkasten von der Leinwand zu sehen ist. Das ist praktisch fĂŒr alle, die die Leinwand im Wohnzimmer oder einem anderen Wohnraum nutzen wollen und sich durch eine groĂe, weiĂe FlĂ€che gestört fĂŒhlen. Ein Nachteil des mechanischen Herunterziehens ist, dass bei der ĂŒblichen Deckenmontage der Ausziehgriff nicht fĂŒr jeden einfach zu erreichen ist. Die Bedienung per Hand fĂŒhrt zudem zu einem schnelleren VerschleiĂ des Tuches. Hinzu kommt, dass Rollo-LeinwĂ€nde aus einem dĂŒnnen und daher leicht welligen Tuch gefertigt sind. Das verschlechtert unter UmstĂ€nden den Bildeindruck.
Vorteile
- PreisgĂŒnstige Anschaffung
- Kabellos
- Einfacher Aufbau
Nachteile
- Bedienung per Hand
- Ziehgriff unter UmstÀnden schwer erreichbar
Motor-Leinwand
Diese Leinwand unterscheidet sich von der Rollo-Leinwand dadurch, dass der Ein- und Auszug per Fernbedienung oder Schalter gesteuert wird. Die ProjektionsflĂ€che ist also technisch vergleichbar mit einer elektrischen Jalousie und benötigt wie diese einen Kasten, der an der Wand oder an der Decke montiert wird. Eine Elektromotor-Leinwand ist praktisch und auch gute Modelle sind vergleichsweise preisgĂŒnstig zu bekommen. Sie bietet eine groĂe Bildbreite und fĂ€llt bei Nichtgebrauch im Raum nicht auf. Somit ist sie sowohl fĂŒr WohnrĂ€ume als auch fĂŒr Heimkinos gut geeignet. Wie die Rollo-Leinwand hat auch diese Leinwand den Nachteil, dass das Tuch hĂ€ngt und nicht gespannt ist. So treten Wellungen auf der OberflĂ€che auf, welche die BildqualitĂ€t mindern.
Vorteile
- Komfortable Bedienung
- Schonung des Leinwandtuchs
- GroĂe Bildbreiten
Nachteile
- Stromversorgung erforderlich
- Verlegung von Kabeln notwendig
Tension-Leinwand
Die Tension-Leinwand ist eine besondere Variante der Rollo-Leinwand mit hĂ€ngendem Tuch. Bei einer solchen Leinwand werden die sonst unvermeidbaren Tuchwölbungen an den RĂ€ndern mithilfe eines seitlichen Seilzuges gespannt und somit glattgezogen. Die faltenfreie ProjektionsflĂ€che garantiert eine sehr hohe BildqualitĂ€t und ist daher optimal fĂŒr ein Heimkino. Durch das Tension-System benötigt der Leinwandkasten allerdings mehr Platz als mechanische oder elektrische Rollo-LeinwĂ€nde. Das Spannsystem und die aufwendigere Verarbeitung schlagen sich zudem im Preis nieder. Dennoch ist eine solche Leinwand ideal fĂŒr jeden, der sie bei Bedarf einfahren, aber keine Minderung der BildqualitĂ€t in Kauf nehmen möchte.
Vorteile
- Maximale BildqualitÀt
- Bei Bedarf einfahrbar
Nachteile
- Viel Platz fĂŒr den Leinwandkasten nötig
- Hoher Preis
- Nur als Motor-Leinwand erhÀltlich
Rahmenleinwand
Eine Rahmenleinwand bietet die beste BildqualitĂ€t. Das Leinwandtuch ist in einen stabilen Rahmen gespannt, wodurch es vollkommen eben ist. Auch im Kino werden solche RahmenleinwĂ€nde eingesetzt. Ăblicherweise hat der Rahmen einen schwarzen FilzĂŒberzug, der Licht besonders gut schluckt. Das ist angenehm fĂŒr die Augen und verbessert das Bild. Bei Premium-Versionen lĂ€sst sich der Rahmen sogar an das Format des Films anpassen, indem eine schwarze Maskierung automatisch oder per Hand passend vor die Leinwand geschoben wird. Nachteil einer Rahmenleinwand ist, dass sie bei Bedarf nicht eingefahren werden kann. Sie hĂ€ngt wie ein groĂes weiĂes Bild an der Wand, weshalb sie sich fĂŒr einen Heimkino-Raum besser eignet als fĂŒr ein Wohnzimmer.
Vorteile
- Hervorragende BildqualitÀt
- GleichmĂ€Ăige Bilddarstellung
- Gute Kontraste durch dunklen Rahmen
Nachteile
- Immer sichtbar
RĂŒckprojektionsleinwand
Die meisten Beamer-LeinwĂ€nde sind auf eine Frontprojektion ausgelegt. Der Projektor steht also im selben Raum wie die Betrachter. Aus Manchmal ist es sinnvoll, den Beamer nicht vor, sondern hinter der Leinwand zu platzieren. Vielleicht soll die Leinwand hinter einem Schaufenster stehen oder vor der ProjektionsflĂ€che ist schlicht nicht genug Platz. Besonders fĂŒr helle Umgebungen bietet sich eine RĂŒckprojektion an. Denn so ist es möglich, den gesamten Lichtkanal hinter der Leinwand abzudunkeln. Das verhindert, dass Streulicht auf die Leinwand fĂ€llt. Auch in InnenrĂ€umen wird auf diese Weise restliches Störlicht eliminiert. Die RĂŒckprojektion erreicht auf diese Weise maximale BildqualitĂ€t und Helligkeit. Sie hat zudem den Vorteil, dass keine Schatten auf die Leinwand geworfen werden, wenn beispielsweise jemand vor dem Projektor entlang geht. Nicht jede Leinwand eignet sich aber fĂŒr die RĂŒckprojektion. Ein fĂŒr die RĂŒckprojektion konzipiertes Leinwandtuch besteht aus einem speziellen lichtdurchlĂ€ssigen Material, auf dem das Bild klar durchscheint. Maximale FlexibilitĂ€t bietet eine mobile Leinwand, die sowohl fĂŒr die Front- als auch RĂŒckprojektion ausgelegt ist.
Vorteile
- Ermöglicht maximale BildqualitÀt
- Kein Schattenwurf auf das Bild
- FĂŒr helle Umgebungen geeignet
Nachteile
- Benötigt viel Platz hinter der Leinwand
3D-Leinwand
Gerade Action-Filme und Blockbuster werden im Kino in 3D gezeigt. Wenn Sie 3D-Filme auch zu Hause erleben wollen, brauchen Sie nicht nur einen 3D-fĂ€higen Beamer, sondern auch eine geeignete Leinwand mit einer speziellen Beschichtung. Da eine 3D-Leinwand deutlich teurer ist als ein ĂŒbliches Modell, lohnt sich eine solche Bildwand fĂŒr Cineasten, die hĂ€ufig 3D-Filme sehen und auf den Effekt nicht verzichten möchten. Der hohe Preis resultiert wie so oft aus der aufwendigen Technik. Denn die fĂŒr 3D-Bilder notwendige Polarisationstechnik funktioniert nur mit einer metallischen Leinwand. 3D-LeinwĂ€nde haben deshalb eine Silberbeschichtung, die sehr empfindlich ist und leicht verkratzt. Wer sich fĂŒr eine 3D-AusrĂŒstung im Heimkino entscheidet, kann sich ĂŒber besonders lebendige Bilder und eine hohe Farbtreue freuen.
Vorteile
- 3D-Filme zu Hause erlebbar
- Besonders lebendiges Bild
Nachteile
- Hohe Kosten
- Empfindliche Beschichtung
FĂŒr Cineasten, Gamer und BĂŒroangestellte
Ăberall, wo ein Bildschirm zum Einsatz kommt, kann auch eine Beamer-Leinwand verwendet werden. Moderne Beamer lassen sich einfach mit PC, Handy, Digitalkamera oder Spielkonsole verbinden. Sie können Ihre Urlaubsfotos groĂformatig prĂ€sentieren oder online Erledigungen machen. Durch die GröĂe der BildflĂ€che behalten Sie stets den Ăberblick. Die hĂ€ufigste Einsatz-Variante fĂŒr eine Beamer-Leinwand ist das Heimkino.
Heimkino
Egal, ob sie im Wohnzimmer oder in einem eigens eingerichteten Raum zum Einsatz kommt, eine Heimkino-Leinwand soll vor allem groĂ sein. TV-GerĂ€te erreichen keine vergleichbaren GröĂen â zumindest nicht zu einem erschwinglichen Preis. RahmenleinwĂ€nde empfehlen sich fĂŒr einen abgedunkelten Heimkino-Raum. Gerade Familien haben aber keinen freien Raum zur VerfĂŒgung, der komplett neu eingerichtet werden kann. FĂŒr das Kinoerlebnis im Wohnzimmer empfiehlt sich deshalb eine Rollo-Leinwand. Wenn Sie nur ab und zu einen Film auf der groĂen Leinwand schauen möchten, genĂŒgt Ihnen eventuell eine mobile Leinwand. Die BildqualitĂ€t können Sie verbessern, indem Sie eine Leinwand mit den passenden Kontrasteigenschaften wĂ€hlen und dunkle VorhĂ€nge vor den Fenstern aufhĂ€ngen. Das ideale Leinwandformat fĂŒr Film- und Serien-Fans ist 16:9.

Gaming
Wenn sich das Spielgeschehen auf einer groĂformatigen Leinwand entfaltet, hebt das den SpielspaĂ auf ein ganz neues Level. Alle aktuellen Konsolen lassen sich einfach mit modernen Beamern verbinden. Auch in aufregenden Mehrspieler-Partien behalten Sie so alles im Blick. Auch beim Gaming gilt: Je dunkler der Raum ist, desto besser ist die BildqualitĂ€t. FĂŒr Videospiele haben sich LeinwĂ€nde mit einer Diagonale zwischen 100 und 120 Zoll bewĂ€hrt. Sie bieten auch noch ausreichend Platz, wenn mit Split-Screen beziehungsweise Bildschirmaufteilung gespielt wird.

Business
GroĂe LeinwĂ€nde kommen oft in BesprechungsrĂ€umen, KonferenzsĂ€len oder BĂŒros zum Einsatz. Hier geht es vor allem darum, Tabellen, PrĂ€sentationen und Dokumente gut lesbar und klar erkennbar darzustellen. Deshalb sind ein gutes KontrastverhĂ€ltnis und eine ausgewogene Helligkeit wichtig. In KonferenzrĂ€umen sind die LeinwĂ€nde ĂŒblicherweise fest installiert. Wenn Sie beruflich an verschiedenen Orten PrĂ€sentationen halten, empfiehlt sich eine mobile Leinwand. Auch im Business-Bereich kommt meistens das Format 16:9 zum Einsatz. Gegebenenfalls ist auch eine 1:1-Leinwand von Vorteil sein, da sich auf dieser die Projektion leichter auf Augenhöhe ausrichten lĂ€sst. Dass die ProjektionsflĂ€che nicht ganz genutzt wird, ist in diesem Gebrauchsbereich zu verschmerzen.

Darauf kommt es bei einer Beamer-Leinwand an
Nachdem Sie den passenden Leinwandtyp fĂŒr ihre Setup gefunden haben, geht es ins Detail. Im Idealfall ist das Leinwandtuch komplett flach, ohne Wölbungen am Rand oder Wellen auf der BildflĂ€che. Doch das ist nicht alles, fĂŒr die maximale BildqualitĂ€t muss eine Leinwand weitere grundlegende Eigenschaften erfĂŒllen. Ist das nicht der Fall, bildet auch der beste Beamer kein einwandfreies Bild ab.
GröĂe der Leinwand
Eine groĂe Leinwand kommt dem authentischen Kino-Feeling zwar am nĂ€chsten, ist aber nicht in allen FĂ€llen die beste Wahl. Der wesentlichste Faktor fĂŒr die Wahl der richtigen LeinwandgröĂe ist der Abstand der Betrachter zur Leinwand. Vergewissern Sie sich, welche SitzabstĂ€nde in dem fĂŒr die Leinwand vorgesehenen Raum bestehen oder realisierbar sind. Der Sitzabstand zur Leinwand wird verwendet, um die LeinwandgröĂe zu bestimmen. Eine Leinwand sollte halb so breit sein, wie der Betrachter von ihr entfernt sitzt. Bei einem Sitzabstand von vier Metern sollte die Leinwand also mindestens zwei Meter betragen.
Format der Leinwand
Das Format der Beamer-Leinwand ist wichtig, um alle Inhalte darstellen zu können. Heimkino-Beamer projizieren in der Regel im Format 16:9. Daher sollte die Leinwand ebenfalls dieses Format haben. Ein weiterer Vorteil des Formats 16:9 ist, dass auf LeinwĂ€nden dieser GröĂe auch die meisten anderen gĂ€ngigen Bildformate dargestellt werden können.
Unterscheidet sich das Projektionsformat vom Leinwandformat, wird nicht die gesamte LeinwandflÀche genutzt. Eine Projektion im Format 21:9 wird oben und unten mit grauen Balken dargestellt, ein Bild im analogen Fernsehformat 4:3 hat diese Balken links und rechts. Unter UmstÀnden muss das Bild verkleinert werden, damit keine Teile der Projektion verloren gehen.
Mit einer 4:3-Leinwand, die frei arretierbar ist, lassen sich die anderen Formate ohne Balken darstellen. Allerdings muss dabei eine Verkleinerung des Bildes in Kauf genommen werden. AuĂerdem ist es ratsam, die 4:3-Leinwand nicht zu hoch zu montieren, sonst mĂŒssen Sie bei Filmen in einem breiten Format wie 16:9 nach oben blicken. Dem Problem der unterschiedlichen Formate nehmen sich auch sogenannte Multiformat-LeinwĂ€nde an. Die verstellbare schwarze Maskierung verdeckt bei diesen die ProjektionsflĂ€che, die nicht genutzt wird.
Was ist der Leuchtdichtefaktor?
Der sogenannte Leuchtdichtefaktor oder Gain-Faktor beschreibt, wie intensiv eine Leinwand einfallendes Licht bĂŒndeln kann. Der Gain-Faktor hĂ€ngt von der Beschichtung der Leinwand ab. Um Leinwandbeschichtungen vergleichbar zu machen, wurde festgelegt, dass eine mattweiĂe OberflĂ€che, die auftreffendes Licht in alle Richtungen gleichmĂ€Ăig reflektiert, einen Gain-Faktor von 1,0 hat. Je weiter der Gain-Faktor ĂŒber 1,0 liegt, desto gebĂŒndelter reflektiert eine Leinwand das Licht. Diese BĂŒndelung ist entscheidend fĂŒr die Kraft der Farben, Kontraste und Helligkeit des Bilds. Allerdings muss ein Betrachter möglichst zentral vor der Leinwand sitzen, um diese Wirkung wahrzunehmen. Je seitlicher jemand zu einer Leinwand mit einem hohen Gain-Faktor steht, desto dunkler erscheint das Bild.
Der Gain-Faktor von handelsĂŒblichen LeinwĂ€nden liegt zwischen 1,0 und 2,0. Anhand des Gain-Faktors werden LeinwĂ€nde in vier Typen unterteilt: D, S, B und R. Jeder Typ reflektiert das Licht auf eine andere Weise. FĂŒr den privaten Gebrauch werden meistens LeinwĂ€nde vom Typ D benutzt, da sie am alltagstauglichsten sind. Die anderen Typen erfordern nahezu immer einen speziellen Projektionsaufbau.

Typ D â Diffus reflektierende Leinwand
Diese Bildwand hat eine mattweiĂe, glatte OberflĂ€che und einen Gain-Faktor von etwa 1,1. Da ein solche Leinwand das Licht breit streut, ist ihr Betrachtungswinkel gröĂer als bei den anderen Typen. Somit eignet sie sich gut fĂŒr das Wohnzimmer beziehungsweise Heimkino.

Typ S â Gerichtet reflektierende Leinwand
Ein solches Leinwandtuch reflektiert das Licht wie ein Spiegel in eine bevorzugte Raumrichtung, ĂŒblicherweise in die Mitte des Raumes. Sie hat einen Gain-Faktor von circa 1,6. Auf der OberflĂ€che ist eine dĂŒnne Schicht von Metallteilchen aufgetragen. Konstruktionsbedingt ist der Betrachtungswinkel bei diesen LeinwĂ€nden eingeschrĂ€nkt. Eine Bildwand des Typen S ist notwendig fĂŒr 3D-Effekte.

Typ B â retroflektive Leinwand
Der Gain-Faktor dieser Leinwand betrĂ€gt etwa 3,0. Die Beschichtung aus winzigen Glasperlen reflektiert das Licht zurĂŒck zur Lichtquelle. Das erzeugt eine besonders Kontrastreiche Darstellung, was allerdings zu Lasten des Betrachtungswinkels geht. Diese Projektion eignet sich fĂŒr groĂe, helle RĂ€ume und AuĂenrĂ€ume.

Typ R â RĂŒckprojektion
Eine Leinwand dieses Typs reflektiert nicht, sondern ist lichtdurchlĂ€ssig. Der projizierte Lichtstrahl scheint durch das Tuch und erzeugt auf der Vorderseite ein Bild. Diese Art von Leinwand gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen mit Leuchtdichtefaktoren zwischen 1,0 und 5,0. Eine RĂŒckprojektion bietet sich fĂŒr Veranstaltungen, Messen oder AuffĂŒhrungen an.
Material und Haltbarkeit
Der Stoff des Tuches ist ein entscheidendes Kriterium fĂŒr ein gelungenes Heimkino-Erlebnis. Hier haben Sie die Wahl zwischen gĂŒnstigem PVC und teurem Gewebe. PVC ist leicht und einfach abwaschbar. Bei vielen gĂŒnstigen PVC-LeinwĂ€nden kommt es allerdings mit der Zeit zu VerĂ€nderungen, die das Bild beeintrĂ€chtigen. Es treten Falten, Wellen und Wölbungen an den RĂ€ndern auf. Insbesondere Rollo-LeinwĂ€nde und elektrische LeinwĂ€nde werden bei jeder Nutzung beansprucht. Mitunter treten schon nach wenigen Monaten störende Verformungen auf. LeinwĂ€nde aus Gewebematerial sind widerstandsfĂ€higer und behalten ĂŒber Jahre hinweg noch ihre Form. Solche LeinwĂ€nde sollten eine dunkle RĂŒckseite besitzen, sodass kein Licht hindurchschimmert. Neben Verformungen verschlechtern auch VerfĂ€rbungen das Seherlebnis.
Was ist eine Akustik-Leinwand?
Eine Akustik-Leinwand besitzt viele kleine Perforationen beziehungsweise âLöcherâ. Dadurch ist es möglich, die Lautsprecher wie im Kino hinter die Leinwand zu stellen und so das Filmerlebnis noch zu verbessern. Achten Sie bei akustisch transparenten LeinwĂ€nden auf die UnterstĂŒtzung der Bildauflösung. Nur wenige Modelle sind aktuell 4K-kompatibel.
MattweiĂe und kontraststeigernde LeinwandtĂŒcher
Eine Beamer-Leinwand soll die auf sie treffende Projektion bestmöglich reflektieren. Besonders ĂŒblich sind hier mattweiĂe LeinwandtĂŒcher. Sie reflektieren das einfallende Licht gleichmĂ€Ăig in alle Richtungen und ermöglichen so ein hervorragendes Bild. Diese ideale QualitĂ€t wird allerdings nur in abgedunkelten RĂ€umen erreicht. Die gute Reflektionseigenschaft des mattweiĂen Tuchs hat nĂ€mlich den Nachteil, dass sĂ€mtliches Licht im Raum reflektiert wird. In einem Wohnzimmer mit weiĂen WĂ€nden wird das Licht des Beamers oder anderer Lichtquellen zwischen diesen und der Leinwand hin- und her reflektiert. Das hat zur Folge, dass schon bei geringem Einfall von Störlicht eine Verschlechterung der Helligkeit oder des Kontrasts eintreten kann. Der Einsatz einer mattweiĂen Leinwand empfiehlt sich also in einem stark abgedunkelten Raum oder in einem speziell eingerichteten Heimkino mit schwarzen WĂ€nden.
Dem Problem des Streulichts nimmt sich eine sogenannte Kontrast-Leinwand oder auch Gain-Leinwand an. Durch eine Spezialbeschichtung und eine graue GrundfĂ€rbung bĂŒndelt sie das Licht in Richtung Betrachter und sorgt fĂŒr eine bessere Lichtausbeute. SchrĂ€g einfallendes Licht aus anderen Quellen wird gefiltert, was Kontrast und Farbdarstellung verbessert. Allerdings wird dadurch der Betrachtungswinkel der Zuschauer eingeschrĂ€nkt. Je schrĂ€ger auf eine solche Leinwand geblickt wird, desto dunkler wirkt das Bild. Daher sollten Nutzer der Gain-Leinwand direkt gegenĂŒbersitzen.

Was kostet eine Beamer-Leinwand?
GĂŒnstige Stativ-LeinwĂ€nde sind im Handel bereits ab etwa 60 Euro erhĂ€ltlich. Doch gerade in Sachen Bildbreite lassen diese preisgĂŒnstigen Modelle einiges zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Rollo-LeinwĂ€nde, die fest installiert werden, sind etwas teurer. Die Preisspanne beginnt hier bei etwa 80 Euro. Im Preisbereich zwischen 100 und 150 Euro sind viele gute Rollo-LeinwĂ€nde zu finden. Hier werden sowohl Heimkino-Einsteiger als auch Kenner eine geeignete, hochwertige Leinwand finden. Der zusĂ€tzliche Bedienkomfort, den eine Motor-Leinwand bietet, schlĂ€gt sich allerdings im Preis nieder. 200 Euro und mehr kostet ein solches Modell. FĂŒr den relativ hohen Preis erhalten Sie ein langlebiges Produkt mit Zusatzfunktionen, wie etwa eine frei verstellbare Maskierung. Preislich sind bei Beamer-LeinwĂ€nden nach oben kaum Grenzen gesetzt: Profi-Modelle kosten weit mehr als 500 Euro.
Zubehör fĂŒr die Beamer-Leinwand
Das passende Zubehör rundet Ihr Setup aus Leinwand und Beamer ab. In den meisten FĂ€llen benötigen Sie fĂŒr die Montage eine Halterung. Sogenannte Abstandhalter ermöglichen es, die Leinwand in einer gewissen Distanz von der Wand oder Zimmerdecke zu installieren. Das erlaubt es zum Beispiel, die Leinwand bei Bedarf vor einem Fernseher herunterzulassen. Falls eine Motor-Leinwand ohne Fernbedienung ausgeliefert wird, ist diese eine sinnvolle ErgĂ€nzung. Sie steuert das Ein- und Ausfahren der Leinwand ĂŒber Infrarot oder Funk.
Nach einiger Zeit wird es nötig sein, die Leinwand zu reinigen. FĂŒr das SĂ€ubern der empfindlichen OberflĂ€che empfehlen sich spezielle Leinwand-Reiniger. Wer eine Stativ-Leinwand hĂ€ufig auf- und abbaut, benötigt zudem eine Softcase-Tasche, in der die Leinwand sicher verstaut und transportiert werden kann.
WeiterfĂŒhrende Testberichte
Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Beamer-LeinwÀnde nicht selbst getestet.
FĂŒr das bestmögliche Bild ist nicht nur ein leistungsstarker Beamer, sondern auch eine gute ProjektionsflĂ€che notwendig. Die Stiftung Warentest veröffentlichte auf ihrer Website zwar einen Beamer-Test, aber keinen Beamer-Leinwand-Test. Folglich fehlt ein Test zur zweiten, wichtigen Heimkino-Komponente und es wurde kein Testsieger in dieser Kategorie gekĂŒrt.
Auf zahlreichen Fach-Websites können sich Nutzer ĂŒber Beamer-LeinwĂ€nde informieren. Allerdings ist bei vielen Tests Vorsicht geboten. HĂ€ufig beruhen sie nicht auf nachvollziehbaren Teststandards, Testkriterien und Testbewertungen, sondern entpuppen sich als Vergleiche der technischen Daten und Ausstattung.
Abb. 1: © Netzvergleich | Abb. 2: © ekostsov / stock.adobe.com | Abb. 3: © Pixel-Shot / stock.adobe.com | Abb. 4: © Pixel-Shot / stock.adobe.com | Abb. 5: © Drobot Dean / stock.adobe.com | Abb. 6â9: © Netzvergleich | Abb. 10: © shaiith / stock.adobe.com