Staubsauger Kaufberatung: So wÀhlen Sie das richtige Produkt
- Das Wichtigste in KĂŒrze
- Hausstaub sammelt sich in jeder Wohnung stetig aufs Neue und kann fĂŒr elektrische GerĂ€te wie auch Allergiker gefĂ€hrlich werden.
- Neben den klassischen Bodenstaubsaugern gibt es auch Hand- und Stielstaubsauger sowie den Staubsaugerroboter. Welches GerÀt jeweils am besten geeignet ist, hÀngt von persönlichen PrÀferenzen und dem konkreten Bedarf in den WohnrÀumen ab.
- Beutellose Staubsauger gibt es vor allem in Form von Multizyklon-Staubsaugern und Wasserstaubsaugern. Den gröĂten Marktanteil haben jedoch noch immer die Beutelstaubsauger.
- Neben der Energieeffizienz spielen auch die Saugleistung sowie die GerĂ€usch- und Staubemission bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Aufschluss ĂŒber diese Kennzahlen gibt das EU-Energielabel.
- KĂ€ufer sollten nicht nur auf Komfortfunktionen wie eine FĂŒllstands- und Filterwechselanzeige, sondern auch auf Sicherheitsfeatures wie einen Ăberhitzungsschutz und eine Abschaltautomatik Wert legen.
AllgegenwĂ€rtig – Hausstaub
Kaum ist er weggesaugt, schon lauert er wieder in den Ecken und bedeckt sĂ€mtliche OberflĂ€chen. Er erscheint geradezu allgegenwĂ€rtig und es wirkt, als hĂ€tte er die eigenen vier WĂ€nde stets im Griff: der Hausstaub. Doch was ist Hausstaub ĂŒberhaupt und wie entsteht er?
Woraus besteht Hausstaub?
Hausstaub setzt sich aus verschiedenen organischen und anorganischen Substanzen zusammen. Die genaue Mischung ist dabei stark vom Vorhandensein eines oder mehrerer Haustiere im Haushalt abhÀngig.
GrundsÀtzlich besteht Hausstaub aus den folgenden Komponenten:
Pro Quadratmeter WohnflÀche sammeln sich tÀglich etwa sechs Milligramm Staub an. Zum einen gelangt er als Bestandteil der Luft durch geöffnete Fenster in die Wohnung, zum anderen trÀgt der Mensch selbst zur Staubproduktion bei. Zu etwa 80 Prozent besteht der Hausstaub auf Möbeln aus Hautschuppen. Der Staub am Boden enthÀlt zusÀtzlich Haare von Mensch und Tier sowie Partikel, die an Schuhen beziehungsweise Tatzen in die Wohnung gelangen. Das ruft ungebetene GÀste auf den Plan: Vor allem in BettwÀsche und Matratzen, doch auch in Polstermöbeln, vermehren sich Milben rasant.
Gefahren durch Hausstaub
Staubzusammenballungen sind nicht nur unansehnlich, sie bergen reale Gefahren. In elektrischen GerÀten, die WÀrme abstrahlen, beispielsweise Fernsehern oder Computern, sammeln sich durch die elektrostatische Aufladung gehÀuft Staub und Fasern an. Dies kann die GerÀte schÀdigen und sogar BrÀnde auslösen.
Die Ausscheidungen von Milben sind Auslöser fĂŒr Allergien. Fast zehn Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter der Hausstaubmilbenallergie, verkĂŒrzend auch Hausstauballergie genannt. RegelmĂ€Ăiges Staubsaugen mit einem HEPA-Filter ist hier einer von mehreren Faktoren zur Linderung der Beschwerden.
Von wuchtig bis winzig – Staubsauger-Typen
FĂŒr viele Verbraucher gehört Staubsaugen zu den unbeliebtesten TĂ€tigkeiten im Haushalt. Da wĂ€re es umso Ă€rgerlicher, wenn der Boden nach der mĂŒhevollen Reinigung kaum sauberer wirkt. Ein Staubsauger sollte den Untergrund zuverlĂ€ssig von Schmutz befreien.
Den ersten StaubsaugerâŠ
âŠnamens âCarpet Sweeperâ fuhren Anna und Melville Bissell 1876 in Grand Rapids, Michigan, USA, auf einem Pferdewagen von Haus zu Haus und pumpten damit per Hand den Staub aus den Wohnungen ihrer Kunden. Der amerikanische Erfinder James Murray Spangler patentierte 1908 den VorlĂ€ufer des modernen Staubsaugers mit Sog und rotierender BĂŒrste an die Firma Hoover. In den 1950ern und 1960ern fanden schlieĂlich die heute bekannten, transportablen Bodenstaubsauger weite Verbreitung.
Die praktischen Alltagshelfer gibt es in einer FĂŒlle verschiedener Bauformen, die sich vor allem hinsichtlich ihrer Art der Staubaufnahme und der Funktionsweise unterscheiden. Welches das passende GerĂ€t ist, hĂ€ngt von den jeweiligen Anforderungen, den beabsichtigten Einsatzbereichen und den Gegebenheiten am Einsatzort ab.
Kurz und knapp: Staubsauger fĂŒr alle AnsprĂŒche
Bodenstaubsauger eignen sich uneingeschrĂ€nkt fĂŒr jeden Haushalt, da sie die umfassendste und grĂŒndlichste Reinigungsleistung erbringen. AuĂerdem sind sie in vielerlei GröĂen, mit verschiedenen Filtersystemen und vielseitigem Zusatzequipment erhĂ€ltlich, weshalb es sowohl fĂŒr kleine Ein-Zimmer-Wohnungen als auch fĂŒr mehrstöckige HĂ€user das passende Modell auf dem Markt gibt. Handstaubsauger sind eine praktische ErgĂ€nzung fĂŒr all jene, die öfter mal kleine Malheure wie ausgekippte Zuckerdosen oder ChipskrĂŒmel auf der Couch entfernen mĂŒssen oder ein Auto besitzen, das sie komfortabel reinigen wollen. Zwingende Notwendigkeit fĂŒr Verbraucher, auf die all das nicht zutrifft, haben sie nicht. Stiel- und Stabstaubsauger sind schnell griffbereite ZusatzgerĂ€te in gröĂeren Wohnungen oder HĂ€usern, die meist akkubetrieben und damit besonders mobil sind. Auch in kleinen Wohnungen, die nicht unbedingt vollstĂ€ndig mit hochflorigen Teppichen ausgelegt sein sollten, sind sie platzsparende Alternativen zum klobigen Bodenstaubsauger. Staubsaugerroboter dĂŒrften vor allem fĂŒr beruflich stark ausgelastete Verbraucher oder mehrköpfige Familien echte Haushaltshilfen sein, da sie tĂ€glich ĂŒber den Boden huschen und ihn selbststĂ€ndig reinigen, sodass hĂ€ndisches Saugen mit dem Bodenstaubsauger nicht ganz so oft nötig ist â eine wertvolle (aber teure) Zeitersparnis.
Eine ausfĂŒhrliche Vorstellung jeden Staubsaugertyps mitsamt den jeweiligen Vor- und Nachteilen bieten wir im Folgenden. Interessierten Verbrauchern bieten die detaillierten Informationen eine Orientierung darĂŒber, welche Modelle fĂŒr ihren Haushalt wirklich sinnvoll sind, welche Filterart sie im Sinne ihrer Gesundheit wĂ€hlen sollten und welche Zusatzfeatures echten Mehrwert bieten.
Allrounder fĂŒr jeden Haushalt: Bodenstaubsauger
Bodenstaubsauger sind das, was man sich typischerweise unter einem Staubsauger vorstellt. In der Regel sind die klassischen Sauger ĂŒber ein Kabel an die Stromzufuhr angeschlossen. FĂŒr die Reinigung des Untergrunds zieht der Nutzer sie auf Rollen hinter sich her, wĂ€hrend er den Saugsaufsatz manuell ĂŒber den Untergrund fĂŒhrt. Dank seiner hohen, regulierbaren Saugkraft wird der Bodensauger auch mit groben und schweren Dreckpartikeln fertig. Sein Fassungsvermögen ist meist sehr hoch, sodass Nutzer das StaubfangbehĂ€ltnis nicht allzu oft wechseln mĂŒssen. Die verschiedenen SaugaufsĂ€tze machen ihn zu einer wahren Allzweckwaffe: Mit ihnen kommt er in jede Ecke, beseitigt Spinnweben unter der Zimmerdecke, reinigt verschiedene Böden, Polstermöbel oder den Innenraum des Autos.
Allerdings ist der Aktionsradius durch die LĂ€nge des Kabels und die Entfernung zur nĂ€chsten Steckdose begrenzt â das kann in gröĂeren Wohnungen oder HĂ€usern ein wenig Hin-und-her-Gerenne bedeuten. Ein weiterer Nachteil, den unachtsame Anwender nur allzu gut kennen: WĂ€hrend des Saugens kann die GerĂ€teeinheit schwungvoll mit MöbelstĂŒcken kollidieren, was gerade an Holzmöbeln oder auf lackierten FlĂ€chen Dellen verursacht. Im Vergleich zu allen anderen Staubsauger-Typen benötigen Bodenstaubsauger darĂŒber hinaus den meisten Stauraum und erzeugen einen recht hohen GerĂ€uschpegel.
Vorteile
- Beste Reinigungsleistung
- Saugkraft regulierbar
- Mit verschiedenen AufsÀtzen nicht nur am Boden einsetzbar
- Hohes Fassungsvermögen
- Ecken problemlos erreichbar
- FĂŒr jeden Bodenbelag geeignet
Nachteile
- Von Stromnetz und Kabelreichweite abhÀngig
- Laut im Betrieb
- Benötigen viel Stauraum
- Gegebenenfalls Kollisionen mit Möbeln
Kleine Helfer fĂŒr KurzeinsĂ€tze: Handstaubsauger
Handstaubsauger zeichnen sich durch ihre platzsparende Bauweise aus. Saugrohr, Motor, StaubbehĂ€lter und GeblĂ€seeinheit sind in einem kompakten GehĂ€use verbaut, das der Nutzer bequem in einer Hand halten kann. In der Regel handelt es sich bei Handstaubsaugern um akkubetriebene KleingerĂ€te, die ohne Staubbeutel auskommen. Das bedeutet einerseits einen unbegrenzten Aktionsradius, andererseits aber auch eine nur mittelmĂ€Ăige Leistung und Saugkraft. Zwar gibt es auch Handstaubsauger mit Netzbetrieb, die eine konstant hohe LeistungsstĂ€rke und ein noch geringeres Gewicht aufweisen, dafĂŒr aber auch den Nachteil eines begrenzten Aktionsradiusâ mitbringen.
Die handlichen GerĂ€te eignen sich dank verschiedener SaugaufsĂ€tze und lĂ€ngenvariabler Teleskoprohre perfekt zur Reinigung des verwinkelten Innenraums von Autos. Doch auch im Hausgebrauch sind die VorzĂŒge nicht zu unterschĂ€tzen: Gerade Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren profitieren von der schnellen EinsatzfĂ€higkeit der kompakten Helfer. Hat sich das haarende Haustier aufs Sofa gelegt oder der Nachwuchs die Zuckerdose ausgekippt, sind die Spuren in Sekundenschnelle beseitigt. Darum wird dieser GerĂ€tetyp oft auch als Tisch- und Autostaubsauger bezeichnet.
Die Filterleistung lĂ€sst bei den HandgerĂ€ten allerdings oft zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Bis zu zehn Prozent des Feinstaubs stoĂen die GerĂ€te wieder aus, weshalb sie fĂŒr Allergiker weniger geeignet sind.
FĂŒr schwer zugĂ€ngliche Stellen in der Wohnung oder kleinflĂ€chig verteilten Grobschmutz sind sie die schnellste und effizienteste Option. Da die Reinigung gröĂerer BodenflĂ€chen mit einem Handstaubsauger allerdings kaum rĂŒckenschonend möglich wĂ€re, sind sie eher eine ErgĂ€nzung zum Bodenstaubsauger.
Vorteile
- Geringes Gewicht
- Jede Ecke erreichbar
- Kein Beutelkauf notwendig
- Schnell einsatzbereit
- Kaum Platzbedarf fĂŒr die Aufbewahrung
- Meist Nass- und Trockensauger in einem
- GĂŒnstiger Anschaffungspreis
Nachteile
- Nicht zur Reinigung groĂer FlĂ€chen geeignet
- Geringe StaubaufnahmekapazitÀt
- MittelmĂ€Ăige Saugkraft
- Meist schwache Filterleistung
Besonders mobile KompaktgerÀte: Stiel- und Stabstaubsauger
Diese Staubsaugerbauform ist unter anderem als Stielstaubsauger, Stabstaubsauger oder auch Standstaubsauger bekannt. HĂ€ufig laufen sie auch unter dem Begriff âHandstaubsaugerâ, was daran liegt, dass es sich bei einigen GerĂ€ten tatsĂ€chlich um Handstaubsauger mit aufsteckbaren Teleskopgriffen und BodendĂŒsen handelt. Als 2-in-1-GerĂ€te sind sie einfach in einen kompakten Handstaubsauger umwandelbar. Die GerĂ€teeinheit ist bei diesen Staubsaugern mit dem Saugrohr und dem Griff zu einem einteiligen Korpus kombiniert und sitzt entweder in BodennĂ€he ĂŒber der DĂŒse oder in unmittelbarer Reichweite des Griffteils.
Gemeinsam ist den verschiedenen Modellen die lĂ€ngliche, an einen Besen oder Wischmopp erinnernde Bauform, die einen bequemen, rĂŒckenschonenden Betrieb im Stehen ermöglicht. Die GerĂ€te sind ĂŒberwiegend als Akku-Variante, seltener auch als AusfĂŒhrung mit Netzbetrieb erhĂ€ltlich, wahlweise mit Zyklontechnik oder als Beutelstaubsauger.
Als Akku-Variante sind Stabstaubsauger sehr flexibel, sodass selbst die Ăber-Kopf-Nutzung, beispielsweise zum Entfernen von Spinnweben, möglich ist. Das ist allerdings aufgrund des höheren Gewichts am Saugrohr schwieriger als mit herkömmlichen Bodenstaubsaugern. Mit 0,25 bis 3 Litern ist die StaubaufnahmekapazitĂ€t auĂerdem geringer als bei den Bodensaugern. Ihre Saugkraft und die FĂ€higkeit zur Tiefenreinigung, vor allem auf Teppichen, sind generell schwĂ€cher als es bei ihrer gröĂeren Konkurrenz.
Die kompakten Stabstaubsauger eignen sich vor allem zur Bodenreinigung fĂŒr kleine Wohnungen mit wenig Stauraum oder fĂŒr die schnelle Reinigung zwischendurch. Stabstaubsauger sind somit als eine Art gĂŒnstige Zwischenlösung beziehungsweise als Handsauger mit erweiterter Bodenreinigungsfunktion zu verstehen.
Vorteile
- RĂŒckenschonendes Saugen
- Geringer Kraftaufwand nötig
- Wenig Platzbedarf fĂŒr die Aufbewahrung
- HĂ€ufig zu Handstaubsaugern umwandelbar
Nachteile
- Relativ geringe StaubaufnahmekapazitÀt
- Schwache Tiefenreinigung
- Geringere Saugkraft als Bodenstaubsauger
SelbststÀndige Helferlein im tÀglichen Einsatz: Saugroboter
Vor allem im Beruf stark ausgelastete Verbraucher setzen gern auf die kleinen Haushaltsroboter, die das hĂ€ndische Saugen weitgehend ĂŒberflĂŒssig machen. Die Saugroboter ĂŒbernehmen tagsĂŒber die Arbeit, sodass man zum Feierabend in eine saubere Wohnung heimkehrt, haben aber auch ihre kleinen Problemchen in puncto MobilitĂ€t.
Die GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber Sensoren, anhand derer sie sich im Raum orientieren und die Entfernung zu Hindernissen bemessen. Ihre Energie beziehen sie aus einem Akku, den sie an einer Basisstation aufladen. Die Reinigung erfolgt mittels verschiedener rotierender BĂŒrsten oder mit Gummiwischern besetzter Walzen. Zum Einsatz von Saugrobotern eignen sich vorrangig kleinere Wohnungen mit Hartböden und wenig Möblierung. Höhere TĂŒrschwellen oder Treppen stellen oft unĂŒberwindbare Hindernisse fĂŒr sie dar. Zudem besteht die Gefahr, dass sie sich in Kabeln verfangen und empfindliche GegenstĂ€nde herunterreiĂen.
Vor allem fĂŒr Allergiker, die auf hĂ€ufiges Saugen angewiesen sind, kann ein Saugroboter eine groĂe Erleichterung im Alltag darstellen. Selbst wenn der Roboter nicht alle Ecken erreicht und keine Tiefenreinigung hochfloriger Teppiche erzielt, so reduziert er doch betrĂ€chtlich die Menge des tĂ€glich anfallenden Staubes. FĂŒr Menschen mit Haustieren kann der Saugroboter Fluch und Segen zugleich sein: Zwar nimmt das GerĂ€t kontinuierlich Hundehaare auf, doch nehmen Vierbeiner den summenden Eindringling manchmal etwas ungnĂ€dig in ihrem Revier auf. Letztendlich kommen auch Nutzer eines Staubsaugerroboters nicht um die Anschaffung eines Bodenstaubsaugers herum, dessen LeistungsstĂ€rke und Vielseitigkeit von anderen Staubsaugerarten unerreicht bleibt.
Vorteile
- Arbeiten selbststÀndig
- Entfernen kontinuierlich Grobschmutz
- Reinigen schwer erreichbare Stellen
- Leise im Betrieb
- Kein Beutelkauf notwendig
Nachteile
- Bei hohen TĂŒrschwellen hilflos
- Probleme bei vollen, kleinen RĂ€umen
- MittelmĂ€Ăige Saugkraft
- Relativ geringe Akkuleistung
- Geringes Fassungsvermögen
- Vergleichsweise teuer
Eine Frage der Hygiene – mit oder ohne Beutel
Zu unterscheiden ist nicht nur die Bauart verschiedener Staubsauger, sondern auch die Art und Weise, wie die GerÀte den Staub auffangen. Dabei gibt es grundsÀtzlich zwei Methoden: Staubsauger mit Beutel und beutellose Staubsauger.
Beutelstaubsauger â die besonders Leistungsstarken
Staubsauger mit Beutel fangen den aufgesaugten Schmutz in einem luftdurchlĂ€ssigen BehĂ€ltnis auf. Mit einem Marktanteil von rund 70 Prozent sind sie den beutellosen Saugern noch immer voraus. Bei diesen Modellen saugt eine Turbine die Luft an. Sie strömt durch die SaugdĂŒse, das Saugrohr und den flexiblen Saugschlauch und gelangt in den Beutel, der den enthaltenen Schmutz herausfiltert und sammelt.
Nachdem die Luft den Beutel passiert und den grobkörnigen Staub im Beutel abgegeben hat, durchlĂ€uft sie den Abluftfilter fĂŒr die Kleinstpartikel. Durch ein Abluftgitter gibt der Staubsauger die eingesogene Luft, nun möglichst befreit von Grob- und Feinstaubpartikeln, wieder in die Umgebung ab.
Staubsaugerbeutel mĂŒssen zwei eigentlich unvereinbare Eigenschaften in Einklang bringen. Ihre HĂŒlle soll so luftdurchlĂ€ssig sein, dass sie der Luft wenig Widerstand bietet und die Saugkraft kaum minimiert. Gleichzeitig soll sie engmaschig genug sein, um selbst feinste Staubkörnchen im Beutel zu halten. Zu unterscheiden sind dabei Beutel, die aus zwei bis fĂŒnf Lagen unterschiedlich gekörnten Papiers bestehen, und solchen aus Vliesstoff.
Der Klassiker besteht aus mehrlagigem Papier mit verschieden grober Körnung und leistet eine ausreichend grĂŒndliche sowie hygienische Reinigung. Dank des wiederverwertbaren Materials sind sie umweltfreundlicher als die Alternative aus Spezialvlies mit Kunststoffanteil. Die Vlies-Beutel sind dafĂŒr in der Lage, bis zu 99,9 Prozent der Staubpartikel abzuscheiden.
Beutelchaos!
Den passenden Beutel fĂŒr den Staubsauger zu finden, ist alles andere als einfach: Den etwa 8.200 verschiedenen Staubsaugermodellen auf dem Markt steht eine Vielfalt von 1.200 verschiedenen Beuteltypen gegenĂŒber. Das Problem: Es gibt keine DIN-Norm fĂŒr Staubsaugerbeutel.
Besonders fĂŒr Allergiker sind Beutelstaubsauger in Verbindung mit hochwertigen Beuteln eine gute Wahl, da sie sich ohne weitere Staubaufwirbelung entsorgen lassen. In der Regel arbeiten sie zudem leiser als Zyklon-Modelle (58 bis 70 Dezibel), obwohl sie bei leerem oder wenig gefĂŒlltem Beutel eine stĂ€rkere Saugkraft erzielen. Diese nimmt jedoch mit zunehmender BeutelfĂŒllung ab, da die eingesogene Luft auf immer mehr Widerstand beim Durchströmen des Beutels und des Filtersystems stöĂt. Dabei können auch unangenehme GerĂŒche entstehen und mit der Abluft in den Raum geblasen werden.
Mit einer Preisspanne von 30 bis etwa 400 Euro sind Beutelstaubsauger etwas gĂŒnstiger als die beutellose Variante. Allerdings sollten Verbraucher auch die durch den regelmĂ€Ăigen Beutelkauf entstehenden Folgekosten einkalkulieren.
Vorteile
- GĂŒnstiger als beutellose Modelle
- Leiser als Zyklon-Modelle
- Etwas stÀrkere Saugkraft
- Optimale Filterleistung möglich
- Allergikerfreundlich dank hygienischer Beutelentsorgung
Nachteile
- Separater Beutelkauf nötig
- Mit zunehmender BeutelfĂŒllung nachlassende Saugkraft
- Höheres Gewicht
- Unangenehmer Geruch der Abluft möglich
Beutellose Staubsauger â die Umweltfreundlichen
Die Vorteile von beutellosen Staubsaugern sind, dass sie kein Verbrauchsmaterial wie Beutel oder Filter erfordern, keinen Saugkraftverlust zeigen und selbst dann eine konstant hohe Saugkraft aufbringen, wenn der StaubfangbehĂ€lter nahezu voll ist. Da die Luft nicht durch ebendiesen AuffangbehĂ€lter geleitet wird, ist eine unangenehme Geruchsentwicklung zudem ausgeschlossen. Nachteilig ist, dass der Nutzer diesen BehĂ€lter regelmĂ€Ăig leeren muss und dabei Staubaufwirbelungen entstehen, was fĂŒr Allergiker ein echtes Manko darstellt.
Beutellose Staubsauger sammeln den abgeschiedenen Staub nÀmlich nicht in einem Beutel, sondern in einem StaubfangbehÀlter. Damit entfÀllt die Filterleistung des Beutels. Stattdessen scheiden die meisten beutellosen Modelle Staub- und Schmutzpartikel durch das Zyklon-Prinzip ab. Hierbei sind Einfachzyklon- und Multizyklon-Sauger sowie als Sonderform die Wasserstaubsauger zu unterscheiden.
Einfachzyklon-Staubsauger
Das Zyklon-Prinzip ist einfach: Luft strömt in einen kegelförmigen BehĂ€lter. Dort entsteht ein Zyklon, in dem durch die FliehkrĂ€fte die schwereren Staubpartikel an den Rand gedrĂŒckt und in den AuffangbehĂ€lter abgeschieden werden. Die saubere Luft in der Mitte saugt das GerĂ€t nach oben ab. Da die Luft nur diesen einen Kegel durchlĂ€uft, werden feinere Schmutzteilchen nicht vollstĂ€ndig entfernt. ZusĂ€tzlich strömt die Abluft durch einen Papierzentralfilter, den der Nutzer regelmĂ€Ăig reinigen muss, damit das GerĂ€t nicht an Saugkraft einbĂŒĂt.
Ist das heute noch sinnvoll?
Da die Reinigung des Papierzentralfilters relativ aufwendig und wenig anwenderfreundlich ist, wurde bereits in den 1980ern von Dyson ein Mehrfachzyklon-Sauger entwickelt, der heute Standard ist.
Multizyklon-Staubsauger
Das Funktionsprinzip des modernen Multizyklon-Saugers gleicht im Grunde demjenigen des Einfachzyklons. Nach Ableitung der Luft aus dem ersten Zyklon durchlÀuft diese jedoch in der zweiten Reinigungsphase mehrere kleinere Zyklonen. Diese besitzen einen geringeren Durchmesser und erreichen eine höhere Rotationsgeschwindigkeit. Dadurch werden auch kleinere Schmutzpartikel abgeschieden. Je mehr Zyklonen also im Staubsauger zum Einsatz kommen, desto geringer ist der Feinstaubanteil in der Abluft. Ein Papierzentralfilter ist beim Multizyklon-Sauger nicht notwendig.
Zudem sind Multizyklon-Sauger tendenziell teurer in der Anschaffung und lauter im Betrieb. Die Neuanschaffung eines solchen GerÀtes kostet je nach Modell zwischen 35 und 1.400 Euro.
Vorteile
- Kein Saugkraftverlust
- Kein Beutel- und Filterkauf nötig
- Geringeres Gewicht
- Geruchsneutrale Abluft
Nachteile
- Lauter im Betrieb
- Nicht allergikerfreundlich wegen Staubverwirbelung bei BehÀlterleerung
- Teurer in der Anschaffung
Wasserstaubsauger â die Hygienischen
Wasserstaubsauger stellen eine Sonderform beutelloser Staubsauger dar und sind nicht mit den Nasssaugern zu verwechseln, die zum Aufsaugen von FlĂŒssigkeiten dienen. Statt eines Staubbeutels besitzen sie einen Wassertank, durch den die staubhaltige Luft geleitet wird. Staub- und Schmutzpartikel verbleiben im Wasser, die gereinigte Abluft entweicht durch einen zusĂ€tzlichen Abluftfilter; das Wasser ĂŒbernimmt also die Filterfunktion.
Der Reinigungsaufwand ist bei Wasserstaubsaugern relativ hoch, da der Nutzer das Schmutzwasser nach jedem Reinigungsvorgang ausschĂŒtten muss, um einer Schimmel-, Bakterien- und Geruchsbildung vorzubeugen. Durch Zugabe von Duftölen in den Wassertank lĂ€sst sich die Raumluft wiederum mit angenehmen DĂŒften fĂŒllen.
Einen Saugkraftverlust gibt es bei Wasserstaubsaugers nicht. Durch die WasserfĂŒllung werden die GerĂ€te allerdings relativ schwer, was das Handling in gröĂeren Wohnungen oder mehrstöckigen GebĂ€uden beeintrĂ€chtigt. FĂŒr Allergiker sind die GerĂ€te jedoch sehr zu empfehlen: Zwar ist der Kontakt mit dem Staub bei Entleerung des Tanks nicht auszuschlieĂen, allerdings ist das Risiko deutlich geringer als beim Entsorgen eines Staubbeutels beziehungsweise Entleeren des StaubfangbehĂ€lters, da der Staub im Wasser gebunden ist. Mit einem Reinigungsgrad von bis zu 99 Prozent verbessert der Wasserstaubsauger das Raumklima insgesamt sogar. Ein neuer Wasserstaubsauger ist fĂŒr 40 bis 400 Euro erhĂ€ltlich, wobei fĂŒr ein hochwertiges GerĂ€t ein Anschaffungspreis ab etwa 150 Euro zu kalkulieren ist.
Vorteile
- Kein Saugkraftverlust
- Kein Beutel- und Filterkauf nötig
- Geruchsneutrale Abluft
- Allergikerfreundlich
Nachteile
- HĂ€ufige Entleerung und BefĂŒllung des Wassertanks nötig
- Bei falscher Handhabung anfĂ€llig fĂŒr Schimmel- und Keimbildung
- Hohes Gewicht
Wie filtern Staubsauger?
Die Filtersysteme sind eines der wichtigsten Elemente in Staubsaugern. Durch das Ansaugen der staubhaltigen Luft sowie das AusstoĂen der Abluft wirbelt ein Staubsauger die Raumluft durcheinander. Dabei ist es möglich, dass er nicht nur den Staub auf OberflĂ€chen und in der Luft aufwirbelt, sondern auch Allergene, Bakterien und Mikropartikel, die sich bereits im Sauger befinden. Um dies zu verhindern, sind möglichst feine und mehrstufige Filtersysteme vonnöten.
Welche Filter gibt es in Staubsaugern fĂŒr den Hausgebrauch?
In Beutelstaubsaugern ist der Beutel selbst der erste und stĂ€rkste Filter, wĂ€hrend bei Wasserstaubsaugern der Wassertank diese Aufgabe ĂŒbernimmt. Bei Multizyklon-Saugern macht die Methodik der Abscheidung diese Filterstufe ĂŒberflĂŒssig. Doch sind dies nicht die einzigen Filterstufen, die in Staubsaugern verbaut sind: Feinstaub und Mikropartikel fĂ€ngt in aller Regel ein zusĂ€tzlicher Abluftfilter ab. AuĂerdem schĂŒtzt ein separater Motorfilter den Motor vor dem Eindringen von Staubpartikeln und gröĂeren Teilen wie Steinen oder BĂŒroklammern, die im Falle eines Beutelrisses in den Motor gelangen könnten.
Abluftfilter: Mikrofilter oder HEPA-Filter?
Abluftfilter bilden die letzte Filterstufe im Staubsauger. Sie sitzen hinter dem Motor sowie vor dem Auslass fĂŒr die Abluft. Moderne Vlies-Staubsaugerbeutel sind in der Lage, bis zu 99,9 Prozent der Partikel aus der Saugluft zu entfernen. Dennoch können sich noch immer feine Staubpartikel in der Abluft befinden. Aufgabe des Abluftfilters ist es, genau diese Feinstaubpartikel aufzufangen und die Abluft mindestens so rein wie die Raumluft wieder auszustoĂen. Abluftfilter finden sich nicht nur in Beutelstaubsaugern, sondern auch in Zyklon-Staubsaugern.
Dabei haben Verbraucher die Wahl zwischen einem Mikro- und einem HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air Filter):
MIKROFILTER
Mikrovliesfilter weisen eine etwas gröbere Körnung als HEPA-Filter auf. Daher lassen sie zwar etwas grobkörnigere Staubpartikel passieren, bieten jedoch ein exzellentes StaubrĂŒckhaltevermögen, sofern ein guter Staubbeutel zum Einsatz kommt.
HEPA-FILTER
Die Schwebstofffilter zĂ€hlen zu den sogenannten Tiefenfiltern. Sie scheiden Partikel mit einem Durchmesser von weniger als einem Mikrometer Durchmesser ab. Damit sind sie auch in der Lage, Bakterien, Viren, Pollen, Milbeneier und -kot, Aerosole sowie Rauchpartikel aus der Abluft auszufiltern. HEPA-Filter existieren in zwei Filterklassen, nĂ€mlich H13 mit 99,95 Prozent und H14 mit einem Abscheidegrad von 99,995 Prozent. Somit sind sie fĂŒr Allergiker absolut zu empfehlen.
Was ist bei verschmutzten Filtern zu tun?
Im regelmĂ€Ăigen Betrieb eines Staubsaugers, ganz gleich welchen Typs, bleibt es nicht aus, dass sich die Filtersysteme mit Schmutz zusetzen und verstopfen. Damit gehen ein Saugkraftverlust sowie eine verringerte Filterleistung einher. HĂ€ufig genĂŒgt es, die Filter zu entnehmen und von sichtbarem Schmutz zu befreien. In gewissen AbstĂ€nden bleibt es jedoch nicht aus, die Filter zu ersetzen.
In welchem zeitlichen Abstand ein Wechsel der Filter sinnvoll ist, lĂ€sst sich nicht pauschal beantworten, da dies stark von Variablen wie der Saugfrequenz, dem Verschmutzungsgrad, dem Staubsaugermodell oder der WohnungsgröĂe abhĂ€ngt. Generell lohnt es sich jedoch, die Filter monatlich auf ihre Verschmutzung zu ĂŒberprĂŒfen und bei Beutelstaubsaugern pro Jahr zweimal einen Wechsel des Abluftfilters sowie einmal einen Wechsel des Motorfilters vorzunehmen. Den Abluftfilter in Zyklon-Saugern sollten Nutzer mindestens einmal im Jahr wechseln.
Leistungsstarke und trotzdem stromsparende Staubsauger?
Aufschluss ĂŒber die Energieeffizienz und weitere wichtige Kennzahlen eines Staubsaugers gibt das EU-Energielabel.
Das EU-Energielabel fĂŒr Staubsauger
Zum September des Jahres 2017 erfuhren die Richtlinien fĂŒr Energieeffizienz bei Staubsaugern eine VerschĂ€rfung, um den Stromverbrauch von Privathaushalten zu senken. In diesem Zuge wurde die zulĂ€ssige Nennleistungsaufnahme von 1.600 auf 900 Watt reduziert. Doch trotz der Limitierung stellt es fĂŒr moderne Staubsauger kein Problem dar, OberflĂ€chen grĂŒndlich zu reinigen.
Neben dem Energieverbrauch und der Energieeffizienz kommuniziert das EU-Energielabel einige weitere essenzielle Kennzahlen, die sehr gute Orientierungshilfen fĂŒr die Kaufentscheidung bieten:
- Name des Herstellers, Marken- und Modellbezeichnung
- Energieeffizienzklasse von A+++ (beste) bis D (schlechteste)
- Farbige Balken zur Darstellung der Energieeffizienzklassen
- Durchschnittsverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr
- Schallleistungspegel in Dezibel, gemessen an der Luftschallemission direkt am GerÀt
- Staubemissionsklasse von A (beste) bis G (schlechteste)
- Reinigungsklasse auf Teppichboden von A (beste, nimmt mindestens 91 Prozent des Staubes auf) bis G (schlechteste)
- Reinigungsklasse auf Hartboden von A (beste) bis G (schlechteste)
Welche Werte sind fĂŒr die Kaufentscheidung relevant?
Ein effizientes GerĂ€t verbraucht weniger Strom und spart dem Nutzer so letztendlich spĂŒrbare Summen Geld. Die Abstufung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Klassen betrĂ€gt jeweils sechs Kilowattstunden. Das bedeutet, dass bereits ein Staubsauger der Klasse A 18 Kilowattstunden mehr verbraucht als ein GerĂ€t der Klasse A+++. Bei 50-maligem Saugen einer FlĂ€che von 87 Quadratmetern (der durchschnittliche Jahresverbrauch) wĂŒrde der mit einem A+++- gegenĂŒber einem A-GerĂ€t eingesparte Strom reichen, um 18 WĂ€scheladungen mit einer A+++-Waschmaschine bei 60 Grad waschen zu können. Ăbrigens: der maximal zulĂ€ssige Jahresverbrauch belĂ€uft sich auf 43 Kilowattstunden.
Entscheidend fĂŒr die Wahl eines Staubsaugermodells ist auch die Schallemission â vor allem, wenn im Haushalt kleine Kinder oder Haustiere leben. Die maximal zulĂ€ssige LautstĂ€rke (direkt an der GerĂ€teeinheit des Staubsaugers gemessen) betrĂ€gt 80 Dezibel, was etwa der LautstĂ€rke eines Föhns entspricht. NeugerĂ€te sollten 75 Dezibel nicht ĂŒberschreiten. Teure Modelle erreichen sogar weit niedrigere Werte von etwa 55 Dezibel, was mit der LautstĂ€rke eines KĂŒhlschranks verglichen werden kann.
Gewaltige Unterschiede
Das menschliche Gehör empfindet einen Unterschied von zehn Dezibel als Verdoppelung der wahrgenommenen LautstÀrke. Ein Staubsauger mit 75 Dezibel wirkt auf uns also dreimal so laut wie ein GerÀt mit 55 Dezibel Schallemission.
Da ein Staubsauger vorrangig dazu dient, Staub zu entfernen, sind die Kennzahlen fĂŒr die Reinigungsleistung auf Hartboden und Teppich von höchster Relevanz. Reinigungsklasse A auf Hartböden erhalten nur Sauger, die auf höchster Stufe der Saugleistung eine TestflĂ€che reinigen und auch den Staub aus Ritzen vollstĂ€ndig entfernen. Auf niedrigflorigen Teppichböden entfernen Sauger der Klasse A bei maximaler Saugkraft mindestens 91 Prozent des Staubes. Weniger deutlich ist die Aussagekraft der Staubemissionsklasse: Ein Sauger der Klasse A stöĂt weniger als 0,02 Prozent des eingesaugten Staubes in der Abluft wieder aus, ein Sauger der Klasse G mehr als ein Prozent. Letztere ist allerdings nicht mehr zugelassen.
Emissionsklasse | Emissionswerte |
---|---|
A | Unter 0,02 % |
B | 0,02 bis 0,08 % |
C | 0,08 bis 0,20 % |
D | 0,20 bis 0,35 % |
E | 0,35 bis 0,60 % |
F | 0,60 bis 1,00 % |
Diese Mengen variieren in der RealitÀt jedoch stark, jeweils abhÀngig von den verwendeten Staubbeuteln oder Abluftfiltern. Deren Filterkraft hat nÀmlich einen entscheidenden Einfluss auf den Grad der Staubemission.
Welche Funktionen sollte ein Staubsauger mitbringen?
Die Werte des EU-Labels gehen von einem Betrieb des Staubsaugers bei maximaler SaugstĂ€rke aus. Allerdings ist diese nicht immer notwendig, um das gewĂŒnschte Reinigungsergebnis zu erzielen. Folgende Funktionen sind fĂŒr die Kaufentscheidung von Bedeutung:
SAUGSTĂRKEREGULIERUNG
Die meisten Staubsauger verfĂŒgen ĂŒber einen Drehregler oder einen Schalter zur Anpassung der gewĂŒnschten SaugstĂ€rke. Auf nur leicht verschmutztem Hartboden wĂ€hlt der Nutzer mit diesem Regler eine niedrigere Saugkraft und spart dadurch Strom. Teurere GerĂ€te bieten sogar eine automatische Saugkraftregulierung, welche die Saugkraft an den jeweiligen Untergrund selbststĂ€ndig anpasst.
FĂLLSTANDSANZEIGE
Diese Anzeige ermöglicht es dem Nutzer, den FĂŒllstand des Staubsaugerbeutels oder -behĂ€lters abzulesen. So erkennt er rechtzeitig, wann ein Beutelwechsel oder eine BehĂ€lterleerung notwendig ist, bevor es zum Saugkraftverlust kommt. Das Ăffnen des Saugers zur ĂberprĂŒfung des FĂŒllstandes ist damit ĂŒberflĂŒssig.
FILTERWECHSELANZEIGE
Abluftfilter verschmutzen mit zunehmender Nutzungsdauer, wodurch sie nicht mehr die gewĂŒnschte Leistung erbringen. Darunter leidet nicht nur der Reinheitsgrad der Abluft, sondern auch die Saugkraft. Damit der Nutzer nicht selbst den Verschmutzungsgrad des Filters ĂŒberprĂŒfen muss, enthalten hochwertige Staubsauger Filterwechselanzeigen, die angeben, wann ein Wechsel des Filters sinnvoll ist. Ein Sensor ermittelt dabei stetig die FunktionsfĂ€higkeit des Filters.
KABELAUFWICKLUNG
Entscheidet sich der Verbraucher zum Kauf eines Staubsaugers mit Netzbetrieb, ist eine automatische Kabelaufwicklung sinnvoll. Diese garantiert, dass das Kabel platzsparend und kompakt in der GerĂ€teeinheit verstaut ist und leicht zur gewĂŒnschten LĂ€nge ausgerollt werden kann. So liegt wĂ€hrend des Saugens kein ĂŒberflĂŒssig langes Kabel auf dem Boden herum. Nach dem Saugen rollt der Nutzer das Kabel bequem ĂŒber einen mit dem FuĂ bedienbaren Schalter ein, ohne sich bĂŒcken zu mĂŒssen.
AKTIONSRADIUS
WĂ€hrend der Aktionsradius bei Akku-Staubsaugern unbegrenzt ist, stellt die KabellĂ€nge bei GerĂ€ten mit Netzbetrieb einen ausschlaggebenden Kauffaktor dar. Der Nutzer sollte daher vorab ausmessen, welche KabellĂ€nge fĂŒr den Einsatz eines Staubsaugers in seiner Wohnung sinnvoll ist, um nicht zu hĂ€ufig die Steckdose wechseln zu mĂŒssen.
SICHERHEITSFEATURES
Unter dem Ăberbegriff sind die Funktionen des Ăberhitzungsschutzes und der Abschaltautomatik zusammengefasst. Diese sind Ă€uĂerst sinnvoll, da sie dafĂŒr sorgen, dass sich der Staubsauger im Notfall selbst abschaltet, bevor es zu einer Ăberhitzung und schlimmstenfalls einem Motorschaden kommt. Eine solche Ăberhitzung tritt beispielsweise dann auf, wenn der Motorfilter versagt und Verunreinigungen durch einen defekten Staubbeutel in den Motorraum gelangen oder die Filter derart verstopft sind, dass die Abluft nicht entweichen kann.
Welches Zubehör sollte dabei sein?
Beim Neukauf eines Staubsaugers ist hĂ€ufig nicht nur das GerĂ€t selbst, sondern auĂerdem eine Reihe an nĂŒtzlichem Zubehör im Lieferumfang enthalten. Es umfasst verschiedene SaugaufsĂ€tze (DĂŒsen und BĂŒrsten fĂŒr verschiedene Einsatzzwecke) Filter sowie, sofern es sich um einen Beutelstaubsauger handelt, Staubbeutel. Ohnehin zum Zubehör zĂ€hlt das Saugrohr. Hier sollten KĂ€ufer darauf achten, dass es sich um ein ausziehbares und lĂ€ngenverstellbares Teleskoprohr handelt, sodass Personen unterschiedlicher KörpergröĂe problemlos mit dem Sauger arbeiten können, ohne eine ungesunde RĂŒckenstellung einnehmen zu mĂŒssen.
Welche StaubsaugerdĂŒsen und -bĂŒrsten gĂ€ngig sind und wofĂŒr man sie nutzt, erlĂ€utert folgende kurze Ăbersicht:
BODENDĂSE
Die BodendĂŒse, auch als Kombi- oder UniversaldĂŒse bezeichnet, ist die StandarddĂŒse beim Staubsauger. Je nachdem, ob ihre Borstenleisten eingezogen oder aufgestellt werden, eignet sie sich zum Saugen von glatten Böden wie Laminat und Fliesen oder zur Reinigung von Teppichböden. Dank eines Gelenks am Schlauch- beziehungsweise Stielansatz lĂ€sst sich das Gelenk der DĂŒse so neigen, dass der Nutzer problemlos unter Sofas oder nicht allzu tiefen Regalen saugen kann.
FUGENDĂSE
Die lange, schlanke DĂŒse eignet sich hervorragend zur Reinigung von Fugen und engen Spalten, beispielsweise zwischen Sofapolstern, im Auto oder hinter MöbelstĂŒcken. In der Regel zĂ€hlt sie zur Standardausstattung.
POLSTERDĂSE
Die DĂŒse ist fĂŒr das Absaugen von Polstermöbeln, Autositzen, Matratzen oder anderen glatten textilen OberflĂ€chen konstruiert. Sie Ă€hnelt einer Miniaturversion der StandarddĂŒse und befindet sich fĂŒr gewöhnlich im Lieferumfang eines Staubsaugers. Weiche, kurze Borsten, die sogenannten Fadenheber, bĂŒrsten den Stoff und nehmen Flusen, FĂ€den und Haare auf.
HEIZKĂRPERDĂSE
Die ausgesprochen praktische, jedoch nicht standardmĂ€Ăig mitgelieferte SaugdĂŒse ermöglicht die Reinigung von Lamellenheizkörpern auf unkomplizierte Weise. Ihre Borsten sind sehr fest und erreichen die kaum zugĂ€nglichen ZwischenrĂ€ume der Heizkörperrippen. Daneben ist sie auch zur Reinigung von Fugen einsetzbar.
TURBOBĂRSTE
Ein Muss fĂŒr Haustierbesitzer: Sie verfĂŒgt ĂŒber sich drehende Borstenwalzen. Durch den Luftstrom angetrieben richten diese Walzen den Flor des Teppichs auf und ermöglichen so eine bessere Aufnahme von Tierhaaren, FĂ€dchen, getrockneter Erde und anderem tiefsitzendem Schmutz. Auch zur Reinigung von Polstern oder Autositzen eignen sich TurbobĂŒrsten hervorragend.
ELEKTROBĂRSTE
Zwar funktioniert sie Ă€hnlich wie die TurbobĂŒrste und gehört ebenfalls nicht zum Standardsortiment, ihre Anschaffung bewĂ€hrt sich jedoch fĂŒr Tierliebhaber. Die rotierenden BĂŒrsten werden autark von einem separaten Elektromotor gedreht und entfernen selbst hartnĂ€ckiges, borstiges Tierhaar bis hin zu Milben. Um sich die Arbeit nicht unnötig zu erschweren, ist es sinnvoll, auf höhenverstellbare BĂŒrstenwalzen zu achten.
SAUG-/MĂBELPINSEL
Der kleine, vielseitig einsetzbare Pinsel findet sich hĂ€ufig im Lieferumfang. FrĂŒher bestanden die Borsten oft aus Rosshaar, heute finden sich hier zumeist weiche Plastikborsten. Seine Konstruktionsweise, oft in dreieckiger oder rechteckiger Form, ermöglicht sowohl das Saugen kratzempfindlicher OberflĂ€chen als auch verwinkelter Ecken und Nischen. Strukturtapeten, Tastaturen, BĂŒcher, Lampenschirme und Heizkörper sind einige seiner Einsatzgebiete.
HARTBODENDĂSE
Diese StaubsaugerdĂŒse wurde speziell fĂŒr harte, widerstandsfĂ€hige und zumeist groĂflĂ€chige Böden konzipiert. Ăberbreite Varianten reinigen SteinfuĂböden oder Fliesen zĂŒgig und grĂŒndlich. Einige HartbodendĂŒsen eignen sich auch fĂŒr Parkett. Zwar gehört die HartbodendĂŒse nicht zum regulĂ€ren Lieferumfang, kann aber je nach Einsatzgebiet eine lohnende Investition sein.
WeiterfĂŒhrende Testberichte
Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Staubsauger nicht selbst getestet.
Wie immer fĂ€llt der Test der Stiftung Warentest, der im Juni 2018 veröffentlicht wurde, umfassend und grĂŒndlich aus. 98 Testprodukte mussten sich in sechs Kategorien im Test bewĂ€hren:
- Saugen
- Handhabung
- Umwelteigenschaften
- Haltbarkeit
- Sicherheit
- Schadstoffe
Die Tester der Stiftung urteilten wie ĂŒblich sehr streng. Die Bestplatzierten sind das Modell SGSK3 von Miele und der Siemens VSZ7442S, die jeweils mit der Note 1,9 bewertet wurden. Die QualitĂ€tsspanne zwischen den getesteten GerĂ€ten ist groĂ. Die beiden hintersten PlĂ€tzen belegen Staubsauger unbekannter Marken. Zwei GerĂ€te, der Cleanmaxx DV-7488-3 Kompakt Z6 und der Kalorik TKG VC 1006, erwiesen sich im Test sogar als âmangelhaftâ. Die Produkttester störten sich unter anderem an der schwachen Saugleistung und an der Nichteinhaltung von Sicherheitsnormen.
Wie auch der Test der Stiftung Warentest stammt der Staubsauger-Test von Chip.de aus dem Juni 2018. Testsieger ist der VX92-2-ĂKO von AEG mit einem Testergebnis von 1,4. Die Tester zeigten sich vor allem von seinem ungewöhnlich leisen Betrieb und seiner guten Saugleistung angetan. Mit 170 Euro ist dieses GerĂ€t jedoch nicht unbedingt gĂŒnstig. FĂŒr Preisbewusste empfiehlt der Autor des Tests den BS 9018 CB von Bomann. Dieses GerĂ€t landet mit einem Testresultat von 2,8 zwar auf dem vorletzten Platz, kann aber trotz des gĂŒnstigen Preises mit ordentlichen Werten ĂŒberzeugen.
Die Zeitschrift Ăko-Test testete im Januar 2019 zwar nur 12 Staubsauger, setzte dabei allerdings auf Vielfalt. Zu den Testkandidaten gehörten sechs GerĂ€te mit und sechs ohne Beutel. Beim Test der SaugstĂ€rke arbeiteten die Modelle mit Beutel im Schnitt etwas ĂŒberzeugender als ihre beutellosen Kollegen. Die Testzeitschrift empfiehlt dennoch aus GrĂŒnden der MĂŒllvermeidung Staubsauger ohne Beutel. Einzig Verbraucher mit Hausstauballergie sollten besser zu Beutelsaugern greifen. SelbstverstĂ€ndlich gehört bei Ăko-Test auch eine Messung des Stromverbrauchs zum Test von ElektrogerĂ€ten. Hier stellten die Tester fest, dass die effizientesten GerĂ€te fĂŒr die gleiche FlĂ€che nur etwa halb so viel Strom verbrauchen wie die stromhungrigsten.
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